Venedigs Ehren-Gondoliere ist ein Deutscher

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Venedigs Ehren-Gondoliere ist ein Deutscher

Die Liebe zu Venedig entbrannte bei dem Nürnberger Reinhold Preßl bereits im zarten Alter von 12 Jahren beim Familienurlaub. Seitdem ist er immer wieder in die Lagunenstadt zurückgekehrt und hat sogar das Gondel Fahren gelernt. Mittlerweile ist er der weltweit einzigste Ehren-Gondoliere Venedigs.

Vor fast 21 Jahren steuerte Reinhold Preßl, Freunde nennen ihn liebevoll "Rinaldo", zum erstenmal selbst eine Gondel durch die Kanäle Venedigs. Die 11,20 Meter langen, schwarzen Boote sind gar nicht so einfach zu lenken. Darum ging der Nürnberger auch bei einem echten Gondoliere in Unterricht.

Die Venezianer aktzeptierten den Deutschen schnell. Wenn der 57-Jährige heute in die Lagunenstadt kommt, leihen ihm seine venezianischen Kollegen gerne mal ihre Schiffchen. Schließlich wissen sie, dass die Gondel bei dem "Ehren-Gondoliere" in besten Händen ist.

Vor 17 Jahren würdigten die Venezianer Preßls Begeisterung für Ihre Stadt: Die Gondoliere kürten ihn zum Ehren-Gondoliere. In der Urkunde heißt es: Musiklehrer Preßl habe in der Gondel "ein Instrument gefunden für Leben, Poesie und laulose Musik."

Rinaldo bereitet sich gerade für seine 111. Besuch in der Lagunenstadt vor. Vielleicht begegnet ja der ein oder andere von euch dem deutschen Gondoliere in den Kanälen der romantischen Stadt, denn eines ist sicher: dies wird nicht der letzte Besuch Rinaldos in Venedig sein!

iri-27.8.01

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