Geschichte erleben im Bonner  "Haus der Geschichte"

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Geschichte erleben im Bonner "Haus der Geschichte"

 

Das Haus der Geschichte in Bonn, ein ganz besonderes Museum. Hier dreht sich alles um die Geschichte Deutschlands seit 1945. Ausstellungsstücke aus dem Alltagsleben, der Politik und den Medien machen euch die Geschichte ganz anschaulich.

 

Die Idee zum Museum

 

 

Bild: Das Haus der Geschichte von außen

 

 

Die Idee, ein solches Museum einzurichten, kam vom damaligen Bundeskanzler, Dr. Helmut Kohl. 1982 hatte er vorgeschlagen, "eine Sammlung zur Deutschen Geschichte seit 1945" aufzubauen, "gewidmet der Geschichte unseres Staates und der geteilten Nation".

 

 

Eine Kommission beschäftigte sich mit der Frage, wie eine solche Sammlung aufgebaut sein könnte. Ziel war es, das Geschichtsbewusstsein der Bürger zu fördern und festigen. 1984 debattierte der Bundestag über das Projekt. Das Haus der Geschichte ist also ein Museum, das von höchster politischer Ebene beschlossen und geplant wurde.

 

 

1986 beginnt ein Aufbaustab mit der Vorbereitung der Dauerausstellung, eine eigene Sammlung von historischen Gegenständen wird angelegt. Heute besteht die Sammlung aus über 230.000 Objekten. Im September 1989 starten die Bauarbeiten für das Museumsgebäude in Bonn, dem damaligen Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. Kurz darauf fällt die Mauer, die Deutschland in zwei Teile gespalten hatte.

 

 

Die Geschichte geht weiter. Das zu zeigen gehört zum Konzept des Museums. So wird nicht nur die deutsche Wiedervereinigung ins Ausstellungskonzept aufgenommen, sondern auch vieles, das seither geschah.

 

 

Am 14. Juni 1994 ist es endlich so weit. Das Haus der Geschichte konnte eröffnet werden.

 

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Aufbau des Museums

 

 

Bild: Blick in die Dauerausstellung

 

 

Die Geschichte der Politik bildet den roten Faden der Ausstellung. Bundestagswahlen in der Bundesrepublik Deutschland sowie die politische Entwicklung in der DDR sind somit die Knotenpunkte der Ausstellung.

 

 

Darum herum gruppieren sich Entwicklungen von Wirtschafts-, Sozial-, Alltags- und Kulturgeschichte. Alles wird an Ausstellungsstücken anschaulich gemacht. So könnt ihr beispielsweise ausprobieren, wie sich Bundestagsabgeordnete auf ihren Sitzen im Parlament fühlen. Die sind nämlich hier nachgebaut.

 

 

Alltagsgegenständen wie eine Schreibmaschine, ein Zugwagon oder ein Auto führen euch das Leben der vergangenen Jahrzehnte vor Augen. Auch eine Bar aus den 60er Jahren samt Musicbox darf nicht fehlen. Daneben seht ihr, wie sich die Menschen in der DDR zu dieser Zeit kleideten.

 

 

Ein paar Räume später findet eine riesige Schlagzeile aus der Bildzeitung zum Fall der Berliner Mauer und einen Trabbi. Auch Ereignisse aus Sport und Wissenschaft finden Eingang in die Ausstellung. Ob Mondlandung, Olympische Spiele oder Fußballtrikots, alles ist Bestandteil unserer Geschichte. Einen festen Endpunkt hat die Ausstellung nicht. Sie wächst mit der Geschichte.

 

 

Im Garten des Museums habt ihr die Gelegenheit, einen Rundgang durch die Gartengestaltung der letzten Jahrzehnte zu unternehmen.

 

 

Neben der Dauerausstellung gibt es immer auch Wechselausstellungen zu aktuellen oder geschichtlichen Themen sowie Wanderausstellungen, die auch in anderen Museum zu sehen sind.

 

 

Geschichte erleben vor Ort und virtuell

 

 

Ihr habt nicht die Möglichkeit, nach Bonn zu fahren, wollt aber trotzdem eine Reise durch unsere jüngste Geschichte machen? Kein Problem. Das Museum bietet verschiedene virtuelle Ausstellungen sowie einen Online-Rundgang durch das Haus an. Derzeit gibts auch ein Jubiläumsquiz im Internet.

 

 

Das echte und das virtuelle Museum findet ihr hier:

 

 

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

 

Museumsmeile

 

Willy-Brandt-Allee 14

 

53113 Bonn

 

Tel.: (02 28) 91 65-0

 

Öffnungszeiten: DiSo, 9:0019:00 Uhr

 

Eintritt frei

 

www.hdg.de.

 

 

Übrigens: Im September 2004 erscheint ein WAS IST WAS Quizblock über die Deutsche Geschichte seit 1945, der in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte entwickelt wurde.

 

 

Text: LM 14.06.04, Fotos: Haus der Geschichte

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt