Dwight D. Eisenhower

Berühmte Personen

Dwight D. Eisenhower

Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Truppen im Zweiten Weltkrieg war von 1953 bis 1961 Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er wurde am 14. Oktober 1890 in Texas geboren.

Dwight David war das dritte Kind der Eheleute David Jacob Eisenhower und Ida Elizabeth Stover. Die Farmerfamilie lebte in Denison, im US-Bundesstaat Texas und hatte deutsche Vorfahren. Hans Nikolaus Eisenhauer  stammte aus Karlsbrunn im heutigen Saarland und  war 1741 mit seiner Familie in die USA ausgewandert.

Als Dwight David Eisenhower fast zwei Jahre alt war, zog die Familie nach Abilene (Kansas). Seine drei Brüder und er wuchsen unter ärmlichen Verhältnissen auf.

 

Am 11. Juli 1916 heiratete er Mamie Geneva Doud (18961979), mit der er zwei Söhne hatte.


Eine militärische Karriere


Als 20jähriger trat Dwight D. Eisenhower 1911 in die Militärakademie Westpoint ein.

In den nächsten 30 Jahren baute er seine militärische Laufbahn erfolgreich aus, so dass er 1941 zum Brigadegeneral befördert wurde.

Nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg erhob man Eisenhower im Juni 1942 zum Oberbefehlshaber der US-amerikanischen Truppen in Europa.

Eisenhower im Zweiten Weltkrieg

Zunächst leitete er die "Operation Torch". So nannten die US-Truppen ihre  Landung in Marokko und Algerien. Im Februar 1943 wurde er zum Vier-Sterne-General befördert und befehligte den Tunesienfeldzug, anschließend den amerikanischen Vorstoß nach Sizilien und auf die italienische Halbinsel. Am 3. September kapitulierte Italien.


Im Juni 1944 leitete Eisenhower als Obersten Befehlshaber der verbündeten Landungsarmee die alliierte Invasion in der Normandie, die "Operation Overlord", auch bekannt als D-Day. Darüber kannst du mehr in einem anderen Artikel lesen, der unten verlinkt ist.

Der Krieg geht zu Ende

Für seine Verdienste wurde Eisenhower am 20. Dezember 1944 zum General of the Army ernannt, das entspricht dem Rang eines Fünf-Sterne-Generals.


Eisenhower leitete nun den weiteren Feldzug der alliierten Truppen in Europa. Dabei zeichnet er sich besonders als ausgezeichneter Koordinator aus, der das Zusammenspiel oft ehrgeiziger Kommandeure und verschieden ausgebildeter und ausgerüsteter Einheiten ermöglichte.


Am 7. Mai 1945 nahm Eisenhower in Reims die bedingungslose Kapitulation Deutschlands entgegen.

Eisenhower im besiegten Deutschland

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Eisenhower Oberbefehlshaber über die amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland.

Als Militärgouverneur in der amerikanischen Besatzungszone Deutschlands war er Mitglied des Alliierten Kontrollrates. Hier ordnete er die strikte Durchführung der Entmilitarisierung und Entnazifizierung an.


Später berief ihn Präsident Truman als Generalstabschef zurück nach Washington.

Eine neue Zeit

Unter dem Titel "Kreuzzug in Europa" veröffentlichte Eisenhower 1947 seine Kriegs-Erinnerungen.  Er hatte den aktiven Militärdienst quittiert, um nun in New York die Columbia University zu leiten. Dennoch blieben Eisenhower militärische Führungsaufgaben erhalten: 1949 zog ihn Präsident Harry S. Truman als Militärberater heran.


1950 berief der NATO-Rat in Brüssel Eisenhower zum Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa. Vom neuen NATO-Hauptquartier in Paris aus leitete die erste Aufbauphase des westlichen Verteidigungsbündnisses.


Politiker und Präsident


Am 4. November 1952 gewann Eisenhower die Präsidentschaftswahlen gegen den demokratischen Gegenkandidaten Stevenson und wurde der 34. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.


Seine Amtszeit war von außenpolitischen Themen, insbesondere vom Beginn des Kalten Krieges geprägt. 1953 beendete er den Korea-Krieg. Ein Jahr später erweiterte er das westliche Bündnis um den Südostasiatischen Pakt (SEATO).

Durch die "Eisenhower-Doktrin" erklärte der Präsident am 5. Januar 1957 gegenüber dem Kongress die entschiedene Bereitschaft der USA, den Kommunismus einzudämmen und die Staaten des Nahen Ostens durch Wirtschafts- und Militärhilfe zu schützen.


Innenpolitisch stand die Aufhebung der Rassentrennung und die Verabschiedung der Bürgerrechtsgesetze (Civil Rights Acts) im Mittelpunkt seiner Präsidentschaft.

Nach dem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt zog sich Eisenhower 1961 ins Privatleben zurück.

Am 28. März 1969 starb Dwight D. Eisenhower in Washington D.C.. Die US-Marine hat einen Flugzeugträger nach ihm benannt.

Text: RR, 13. 10. 2010, Fotos: Eisenhower Library,  Deutsches Bundesarchiv, (PD)

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