Die Deutsche Bundesbank

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Die Deutsche Bundesbank

1957 wurde die Deutsche Bundesbank als oberste Währungshüterin der Bundesrepublik gegründet. Mittlerweile wurden wichtige Aufgaben an die Europäische Zentralbank übertragen. Mehr über die Geschichte der Bundesbank und ihre Zukunft in Zeiten der europäischen Einigung erfahrt ihr hier ...

Im Zuge der von den Alliierten durchgeführten Währungsreform wurde die Deutsche Mark am 21. Juni 1948 offizielles Zahlungsmittel in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ersetzte die mittlerweile praktisch wertlose Reichsmark.

Als Lenkungsinstrument für die Geldpolitik richteten die Alliierten die Bundesbank ein. Sie sollte von der Politik unabhängig sein und nur die optimale Steuerung der Geldmenge im Auge haben. Durch die Unabhängigkeit sollte die Deutsche Bundesbank nicht von der Politik missbraucht werden können. Denn wenn die Geldmenge nach politischen und nicht nach fiskalischen Gesichtspunkten ausgerichtet wird, besteht verstärkt die Gefahr der Inflation oder Deflation und damit einer Wirtschaftskrise, die ganze Länder in den Abgrund reißen kann. 


50 Millionen Mark - Notgeld aus Westfalen aus dem Jahr 1923. Damals herrschte eine Hyperinflation.

Bei einer Inflation steigt das Preisniveau. Das vorhandene Geld ist also faktisch weniger wert. Bei einer Deflation sinkt das Preisniveau. Das vorhandene Geld ist also mehr Wert. Beide Effekte sind aber nachteilig, weil sie die Konsumenten in ihrem Kaufverhalten beeinflussen und damit die Wirtschaft ins Stocken kommt - eine Wirtschaftskrise droht.

Auftrag durch das Grundgesetz

Artikel 88 des Grundgesetzes verpflichtete die Bundesregierung, eine Währungs- und Notenbank einzurichten. Am 26. Juli 1957 wurde mit dem Gesetz über die Deutsche Bundesbank (BbankG) dieser Auftrag erfüllt. Seither gibt es das Zentralbanksystem mit Landesbanken und einer Bundesbank. Die Bundesbank ist dabei die Zentrale, die jeweiligen Landesbanken sind nur noch Hauptverwaltungen. Im Zuge der europäischen Einigung wurde ein Teil ihrer Aufgaben an die Europäische Zentralbank übertragen.




Was sind die Aufgaben der Bundesbank?

Die Bundesbank hat mehrere Aufgaben zu erfüllen:

1. Die Bundesbank versorgt als Notenbank die Wirtschaft mit Bargeld. Außerdem stellt sie sicher, dass das im Umlauf befindliche Bargeld in gutem Zustand ist. Man kann immer noch DM in Euro umtauschen und kaputte Banknoten gegen neue eintauschen. Außerdem gibt sie wöchentlich die in Umlauf befindliche Bargeldmenge an.

2. Die Bundesbank ist auch Bank der Banken. Das heißt, dass sich einzelne Geldinstitute dort mit benötigtem Geld eindecken könne, als auch aktuell nicht benötigtes Geld anlegen können. Außerdem sorgt die Zentralbank für die Abwicklung von Großbetragszahlungen im Milliardenbereich. Die Europäische Zentralbank hat als gesetzlich festgeschriebenen Auftrag auch, die Preisstabilität zu gewährleisten. Zudem beaufsichtigt die Bundesbank gemeinsam mit der Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht die Kontrolle über die Geldinstitute.

3. Die Bundesbank ist auch Bank des Staates. Das heißt, dass dort für Bundes- Landes- und Kommunalbehörden kostenlose Konten geführt werden. Auch für andere Einrichtungen wie die Sozialversicherung werden dort Konten geführt und der Zahlungsverkehr abgewickelt. All diese Konten funktionieren auf Guthabenbasis, einen Kredit an den Staat darf die Bundesbank nicht ausgeben.

4. Schließlich ist die Bundesbank auch die Hüterin der Währungsreserven. Das heißt, ausländische Wertpapiere, Guthaben bei ausländischen Banken, Fremde Währungen, namentlich der Dollar, werden von der Bundesbank verwaltet. Nicht zu vergessen die Goldreserven: Aktuell hat Deutschland 3427 Tonnen Goldreserven mit einem Marktwert von gut 50 Milliarden Euro. Das sind, nach der US-Notenbank, die zweitgrößten Goldreserven weltweit. Physisch werden sie in den Schatzkammern der Federal Reserve Bank in New York City sowie in London gelagert.

Die Zukunft der Bundesbank

Damit die Euro-Währung auch stabil bleibt und keine Gefahr für die Volkswirtschaften der beteiligten Länder darstellt, brauchte man eine Einrichtung, die über der Politik der jeweiligen Länder steht. Die Europäische Zentralbank ist eine solche supranationale Institution. Sie achtet auf die Stabilität des Preisniveaus, also dass es zu keiner Inflation oder Deflation in den teilnehmenden Ländern gibt. Dennoch sind auch die nationalen Zentralbanken auch in Zukunft wichtig, um die oben genannten Aufgaben zu erfüllen.

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Text: -jj- 24.7.2007 // Bilder: Miquel-Anlage: Torben/GFDL; Logo: PD; Luftbild: dontworry/GFDL; Münze: Nulli/GFDL

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