Der schwarze Freitag - ein Börsencrash

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Der schwarze Freitag - ein Börsencrash

Es ist sicher nur ein Zufall, aber in der Wirtschaft und besonders an den Börsen gibt es eine ganzen Reihe von unglücklichen Ereignissen, die auf einen Freitag fallen.

Mit dem Begriff "Schwarzer Freitag" ist ein Börsenkrach (Börsencrash) oder auch ein anderer plötzlicher Rückschlag mit überregionaler Wirkung gemeint.

Rezession bedeutet, dass sich die Wirtschaft in einer Abschwungsphase befindet. Es werden weniger Waren gekauft, produziert und umgesetzt.

Immense Kursverluste

Nachdem in Deutschland neue Devisenbestimmungen in Kraft getreten waren, kam es am Freitag, 13. Mai 1927, an der deutschen Börse zu einem gewaltigen Kurssturz. Viele Menschen verloren ihr ganzes Geld.

Woher kommt der Begriff "Börse" ?

Die erste Aktiengesellschaft

Ende des 16. Jahrhunderts waren die Portugiesen die mächtigste Handelsflotte der Welt. Das war den ehrgeizigen Holländern ein Dorn im Auge und so schlossen sich 1602 mehrere, zuvor in Konkurrenz stehende, holländische Gesellschaften zusammen. Sie gründeten die Vereinigte Ostindische Kompanie (V.O.C.) .

Die V.O.C. war die erste Gesellschaft, die ihre Geschäftsanteile öffentlich anbot und an der Börse handelte.

Auch damals gab es bereits Gewinne in Form von Dividenden, die bestanden nicht nur aus Geld, sondern häufig aus Naturalien wie Salz, Pfeffer und Wolle. So durften die Inhaber von Eifelturm-Aktien beispielsweise einmal jährlich kostenlos den Eifelturmfahrstuhl benutzen.

Hochspekulative Zeiten

Der Aktienhandel war schon immer risikoreich. Der holländische Tulpenskandal ist eines der populärsten Beispiele für gefährliche Spekulationen:

Der Schwarze Freitag vom 25.10.1929

 

Wenn heute vom "Schwarzen Freitag" gesprochen wird, ist in der Regel der Tag gemeint, an dem ein Kurszusammenbruch in den USA die bisher schwerste Krise der Weltwirtschaft auslöste.

Seit Beginn der zwanziger Jahre ging es den Amerikanern und Europäern Jahr für Jahr besser. Die Wirtschaft boomte, das Einkommen stieg in den goldenen zwanziger Jahren.

Keiner konnte sich mehr einen Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung vorstellen. Unbekümmert gingen die Klein- und Großinvestoren mit ihren Ersparnissen um und kauften alles, was sich nur "Aktie" nannte.

War kein privates Vermögen zum Spekulieren vorhanden, konnte man ohne größeren Schwierigkeiten Bankkredite aufnehmen.

Die Börsenwelt schien gesund zu sein .......

... bis zum Freitag den 25. Oktober 1929 - die Situation war nun völlig überreizt.... ....an diesem Tag blieben Kaufaufträge nahezu ganz aus, und die Stückzahl der zum Verkauf angebotenen Aktien war riesig. Die Kurse sanken ins Bodenlose.

Jetzt wollte jeder nur noch retten, was zu retten war. Die Aktienkurse sackten teilweise von einem Kurswert von über 100 Dollar auf einstellige Dollarbeträge ab.

Als Folge des Börsencrashs an der Wall Street stürzten die USA gemeinsam mit der restlichen Welt in eine Weltwirtschaftskrise, die bis in das Jahr 1931 anhielt.

-sw- 10.05.02 Bilder: westLB und Frankfurter Börse.

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