5. Mai 1933: Grönland wird dänisch

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5. Mai 1933: Grönland wird dänisch

Vor 70 Jahren ging die größte Insel der Welt an Dänemark. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag erklärte die norwegische Besetzung von Grönland für rechtswidrig und sprach die gesamte Insel Dänemark zu.

Grönland heißt amtlich Kalaallit Nunaat (in der Sprache der Eskimo bedeutet das "Land der Menschen") und ist die größte Insel der Welt. Sie gehört seit 1933 zu Dänemark, ist aber autonom. Der größte Teil Grönlands liegt nördlich des nördlichen Polarkreises zwischen dem nördlichen Atlantik und dem Nordpolarmeer. Die Länge der grönländischen Küste, die tief von Fjorden eingeschnitten ist, wird auf rund 5 800 Kilometer geschätzt.

Der Grönlandkonflikt:

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts führte der Walfang zum Grönlandkonflikt zwischen Norwegen und Dänemark. 1921 erklärte Dänemark seine Souveränität über Grönland, das vorher als norwegisches Nebenland galt.

Norwegen fürchtete nun, seine wichtigen Walfanggründe vor der Ostküste Grönlands zu verlieren und erkannte als einziger Staat die dänische Souveränität nicht an. Auch als 1924 ein dänisch-norwegischer Vertrag den Norwegern die Walfangrechte sicherte, sahen diese den Konflikt noch nicht als beendet an.

1931 hissten norwegische Fischer und Pelztierjäger in Ostgrönland die norwegische Flagge und nannten das Gebiet Eirik Raudes Land. Ein Jahr später besetzte Norwegen auch Südostgrönland.

Dänemark übergab die Angelegenheit daraufhin dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, der am 5. Mai 1933 die norwegische Besetzung von Grönland für rechtswidrig erklärte und die gesamte Insel Dänemark zusprach.

Grönland heute:

Bodenfläche: 2.175.600 kmÂ, wovon etwa 84 % ständig von Eis bedeckt sind (410.000 km eisfreies Gebiet).

Besonderheit: Grönland liegt in der arktischen Zone: Die Temperatur in der Eisregion sinkt in jedem Monat unter 0 Grad Celsius, in der Tundra das ganze Jahr unter 10° C, Die Wachstumszeit dauert maximal 100 Tage.

Bevölkerung: 56.245 Einwohner (ca. 80% Inuit oder gemischt dänisch/Inuit). Die Eskimo (indianisch: Esser von rohem Fleisch), sind eine Volksgruppe, die in den Küstengebieten von Grönland, leben. Die Selbstbezeichnung der Eskimos, die "Mensch" bedeutet, lautet in Sibirien und in Südalaska Yuit, in Grönland Inuit.

Hauptstadt: Nuuk (Godtháb), 13.650 Einwohner.

Sprache: Grönländisch, Dänisch.

Staatsform: Teilautonome Selbstverwaltung - Teil des Königreiches Dänemark.

Währung: Dänische Krone.

Die Flagge Grönlands ging aus einem Wettbewerb unter einheimischen Künstlern hervor, und wurde am 21.06.1985 offiziell angenommen. Sie symbolisiert einen im Wasser schwimmenden Eisberg. Die Farben Rot und Weiß sind die Farben Dänemarks.

RR 5. Mai 2003

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