1901: Erster Friedensnobelpreis ging an Schweizer

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1901: Erster Friedensnobelpreis ging an Schweizer

Seit einem Jahrhundert ehrt die Schwedische Akademie außerordentliche Leistungen auf den Gebieten Medizin, Physik, Chemie, Wirtschaft und Literatur mit dem Nobelpreis. In diesem Jahr werden die Preisträger aller Kategorien zwischen dem 8. und 12. Oktober bekannt gegeben. Mit besonderer Spannung wird wieder erwartet, wer den Friedensnobelpreis erhält.


Bild: Henry Dunant.

Erster Preisträger war ein Schweizer

Erster Preisträger dieser begehrten Auszeichnung war Jean Henry Dunant. Der Schweizer ging als Gründer des Roten Kreuzes in die Geschichte ein. Sein Name ist vielen kein Begriff mehr, doch das Symbol der weltbekannten Hilfsorganisation erinnert noch heute an ihren Begründer. Das rote Kreuz auf weißem Grund ist eine farbliche Umkehrung der Schweizer Nationalflagge und wurde zu Ehren Dunants ausgewählt. Heute ist das Rote Kreuz Spitzenreiter bei den Friedensnobelpreisen. Es wurde schon vier Mal ausgezeichnet.

Wie kam es zur Gründung des Roten Kreuzes?

Henry Dunant engagierte sich schon in seiner Jugend für Hilfsbedürftige und besuchte mit seiner Mutter Arme und Kranke. Die wohl einschneidendste Erfahrung seines Lebens machte er 1859 während einer Geschäftsreise in Italien. Hier wurde der junge Bankkaufmann zum Augenzeugen der Schlacht von Solferino, bei der an einem Tag über 40.000 Soldaten aus Österreich, Italien und Frankreich ums Leben kamen. Beherzt und unaufgefordert beschloss Dunant, zu helfen. Kurzerhand mobilisierte er die Bevölkerung und wandelte das 5000-Seelen-Örtchen in ein Lazarett um. Geboren war die Idee des Roten Kreuzes.

Genfer Konvention auf den Weg gebracht

Wieder daheim in Genf wurde Dunant nicht mehr von seinen quälenden Erfahrungen losgelassen. Mit vier Gesinnungsgenossen gründet er 1863 das Internationale Hilfskomitee für Verwundete, aus dem später das Internationale Hilfskomitee vom Roten Kreuz (IKRK) hervorging. Der Stein kam ins Rollen. Ein Jahr später verpflichteten sich zwölf Staaten, die Ambulanzen, Lazarette und Sanitätspersonal des Roten Kreuzes als neutral anzuerkennen und zu schützen. Diese Abmachung nennt man erste Genfer Konvention. Ihr traten zahlreiche weiter Staaten bei.

Rotes Kreuz überall im Einsatz

Als Dunant 1910 starb, war das Rote Kreuz bereits in 36 Ländern anerkannt. Die Versorgung von Kriegsverwundeten war jedoch nur der Anfang. Heute ist etwa das Deutsche Rote Kreuz in allen Bereichen der Sozialarbeit tätig. Es unterhält Krankenhäuser, Sozialstationen, Altenheime, Blutspendedienste und ist bei internationalen Konflikten und Naturkatastrophen im Einsatz.

Alle Friedensnobelpreisträger des 20. Jahrhunderts

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Nic -09.10.2001

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