Stirbt das Fernsehen aus?

 

 

 

 

 

Schauen wir bald nur noch online? Bei Kindern und Jugendlichen verliert der klassische Fernseher jedenfalls immer mehr an Bedeutung.
Quelle: © Levent Konuk, Shutterstock.

 

 

 

 

Seit es das Internet gibt, sinken die Fernseh-Einschaltquoten Jahr für Jahr. Schuld sind unter anderem Videosportale, die vor allem von Kindern und Jugendlichen, aber auch immer mehr von Erwachsenen genutzt werden. Bei YouTube, Netflix und Co. muss man sich an keine festen Programme und Sendezeiten halten, sondern kann gucken was und wann man will. Die Inhalte werden einfach über Handy, Tablet oder Computer abgerufen.

 

Youtube [&] Co.

 

Vorbei sind die Zeiten, als auf youtube verwackelte, amateurhafte Spaßvideos hochgeladen wurden. Inzwischen ist das Angebot bunter und  hochwertiger geworden. Statt der Tagesschau berichtet „lefloid“ humorvoll, sprachgewandt und meinungsstark zugleich über die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse der letzten Tage. Auch für die im TV abgesetzte Show „Wetten dass…?“ hat sich ein Nachfolgeformat auf YouTube gefunden. In „2G1B“ sehen wöchentlich Hunderttausende dabei zu, wie Andre und Cheng vom Kanal „ApeCrime“ Wetten abschließen.

 

Immer mehr Online-Zuschauer

 

Noch immer gucken die Deutschen mehr Fernsehen, als dass sie Videos im Internet streamen. Allerdings werden es immer mehr Online- und weniger Fernsehzuschauer. Jährlich wenden sich 10 Prozent der jungen Zuschauer vom Fernsehgerät ab und dem Computer zu. Ungefähr 60% aller Deutschen und sogar fast 90% der 14-29 Jährigen gucken Videos online.

 

Gegeninitiative der Fernsehsender

 

Natürlich versuchen die Fernsehsender vor allem die jüngere Generation wieder mehr an sich zu binden. ARD und ZDF zogen beispielsweise nach, indem sie mit ihren jeweiligen Jugendsendern EinsPlus und ZDFneo ans Netz gingen. Auch dort werden inzwischen viele Inhalte über Mediatheken angeboten, die jederzeit abrufbar sind.