Sterben Löwen bald aus?

Löwen - die Könige der Savanne - gehören heute zu den stark gefährdeten Tierarten. Quelle: © PHOTOCREO Michael Bednarek, Shutterstock

 

 
Früher waren Löwen in der Natur viel weiter verbreitet als heute. Sie lebten auch in Nordafrika, in der Türkei und Persien. Sogar in Griechenland und auf dem südlichen Balkan kamen sie vor. Im 1. Jahrhundert nach Christus verschwanden die Löwen dann allmählich aus Europa.

Lebensraum Savanne

Heute gibt es außer den afrikanischen Löwen nur noch einen Restbestand von Persischen Löwen, der in Nordwestindien lebt. Von ihm gibt es weniger als 100 Tiere. Doch auch der afrikanische Löwe zählt mittlerweile zu den gefährdeten Tierarten. Sein Bestand ist seit den 60er Jahren um zwei Drittel auf maximal 35.000 Tiere geschrumpft.

Krankheiten und Gendefekte

In den letzten Jahren ist der Bestand aus deshalb zurückgegangen, weil der natürliche Lebensraum des Löwen, die Savanne, immer häufiger als Ackerland genutzt wird. Auch eingeschleppte Krankheiten gefährden den Löwen. Darüber hinaus sorgt die kleine Anzahl von Löwen, die sich miteinander paaren können, dafür, dass genetische Defekte leichter vererbt werden und schwache Tiere geboren werden.

Schutz in Nationalparks

Nur durch gezielte Schutzprogramme und in Nationalparks hat der Löwe auch in Zukunft gute Überlebenschancen. Die einzigen fünf Länder, in denen es heute noch jeweils mehr als 1.000 Löwen gibt, sind Kenia, Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe.

Noch mehr über Löwe, Tiger, Zebra [&] Co. erfährst du in WAS IST WAS Band 13 Wilde Tiere. Ungezähmt in der Wildnis.