Der Siebenschläfer: Ein müdes Nagetier

 

 

 

 

 

Bis zu sieben Monate - daher auch der Name - dauert der Winterschlaf des Siebenschläfers.
Quelle: © reptiles4all, Shutterstock.

 

 

 

 

Bilche sind Schlafmäuse. Dazu zählen Siebenschläfer, Baumschläfer, Gartenschläfer und die Haselmaus. Charakteristisch für diese Nagetiere ist ihr langer Schwanz. Bilche sind nachts und in der Dämmerung aktiv und kommen in Mitteleuropa, Eurasien und Afrika vor.

 

Wie leben Siebenschläfer?

 

Siebenschläfer leben in Wäldern, vorzugsweise mit Eichen und Buchen. Tagsüber verbergen sich die schnellen Kletterer in hohlen Bäumen, Erdlöchern, Wurzelstöcken oder in totem Holz am Boden. Siebenschläfer nisten sich aber auch gern in Vogelnistkästen, Schuppen oder Dachböden ein oder bauen ihre Nester unter Fußböden. Erst nachts werden sie aktiv und klettern wie die Eichhörnchen von Baum zu Baum.

 

Was fressen Siebenschläfer?

 

Der Siebenschläfer frisst energiereiche Kost wie Eicheln, Nüsse, Kastanien, Blätter oder Obst. Insekten, Vogeleier oder Küken stehen auch gelegentlich auf dem Speiseplan. Geht es auf den Herbst zu, so sammelt er Nahrungsvorräte in seinen Höhlen. Bis zu 300 Gramm wiegt der Siebenschläfer, bevor er sich zum Winterschlaf begibt. Dieser dauert sechs bis sieben Monate. So macht der Siebenschläfer seinem Namen alle Ehre.

 

Wie verständigen sich Siebenschläfer?

 

Siebenschläfer können die unterschiedlichsten Laute machen. Sie trillern und geben langgezogene Pfiffe von sich oder murmeln, quieken, zirpen oder zwitschern. Sie leben gemeinsam mit anderen Tieren in einer lockeren Gruppe. Nur trächtige Weibchen ziehen sich zurück und leben allein.

 

Welche Feinde haben diese Nager

 

Zu den natürlichen Feinden zählen Marder, Iltisse und Eulen. Außerdem zählt leider auch der Mensch dazu, da Siebenschläfer häufig als Ernte-Schädlinge bekämpft werden. In Norddeutschland ist der Siebenschläfer sogar vom Aussterben bedroht.