Welche Haie sind vom Aussterben bedroht?

 

 

 

 

 

Gerade in Asien gelten Haie als Delikatesse, zum Beispiel im Form von Haifischflossensuppe. Quelle: © Hainault Photp, shutterstock

 

 

 

 

 

 

Noch leben etwa 380 Haiarten in den Tiefen der Weltmeere. Aber schon heute sind über 70 Arten vom Aussterben bedroht. Über 70 Haiarten stehen bereits auf der Internationalen Roten Liste der IUCN.

 

Es ist sehr schwierig zu beurteilen, welche Haiarten eigentlich tatsächlich gefährdet sind und welche nicht. Das hat vor allem auch damit zu tun, dass man über das Verhalten und Leben mancher Hochseehaiarten zum Beispiel viel zu wenig weiß.

Auf jeden Fall stehen mittlerweile aber elf Haifischarten bereits auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten. Das sind:

- Weißer Hai (Carcharodon carcharias)
- Schwarzspitzenhai (Carchahinus limbatus)
- Riesenhai (Cetorhinus maximus)
- Sandtiger (Carcharias taurus)
- Sechskiemenhai (Hexachus griseus)
- Düsterer Hai (Carchahinus obscurus)
- Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)
- Schokoladenhai (Dalatias licha)
- Ganges Hai (Glyphis gangeticus)
- Heringshai (Lamna nasus)
- Walhai (Rhincodon typus)

Auch der Tigerhai, der Hammerhai, sowie der Dornhai, der in der Nordsee und im Nordatlantik lebt, gelten als gefährdet.

Haie werden vor allem durch die Fischerei bedroht und durch die Politik, die keine entsprechenden Gesetze zum Schutz der Tiere verabschiedet. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) werden jedes Jahr rund 600.000 Tonnen Haie als unnützer" Beifang weggeworfen. Als Beifang bezeichnen die Fischer alles, was in ihren Netzen oder an ihren Haken hängen bleibt, aber eigentlich von ihnen nicht gewollt ist. Ähnlich wie auch Delfine häufig Beifangopfer des Thunfischfangs sind.

Haiprodukte sind in asiatischen Ländern eine Delikatesse, werden aber auch bei uns immer beliebter, so zum Beispiel Haisteaks. Aber auch die so genannten "Schillerlocken" oder manche Form von "Seeaal" stammt eigentlich vom Hai.