Koalas - Beutelbären aus Australien

Sprünge mit dem Snowmobil - dazu muss man in der neuen Funsportart allerdings schon etwas länger trainiert haben. Quelle: © rickyd, shutterstock

 

Flauschiges Fell, riesige Knopfaugen – der Koala ist DAS Symboltier Australiens, wo er ausschließlich lebt. Vor 100 Jahren gab es in Australien noch zwölf Millionen Koalas, heute nur noch 100.000. Warum das so ist, erklären wir euch hier.

Wissenschaftlich hat der Koalabär den Namen: Phascolarctos cinereus was wörtlich übersetzt bedeutet: Aschgrauer Beutelbär. Koalas, die im Jahr 1817 zum ersten Mal von einem Biologen beschrieben wurden, sind etwa 50 Zentimeter groß und wiegen zwischen 8-12 Kilogramm. Die Männchen ist dabei im Durchschnitt etwas größer und schwerer sind als die Weibchen.

Keine echten Bären

Koalas sehen zwar aus wie Bären, sind aber mit echten Bären wie Braun- und Eisbären nicht besonders nahe verwandt. Denn Koalabären haben ebenso wie Kängurus einen Beutel, in dem das Weibchen ihre Jungen austrägt, und gehören daher auch zu den Beuteltieren.

Koalas leben auf Eukalyptusbäumen. Eukalyptusblättern sind die Hauptnahrungsquelle der Koalas. Sie leben nur da, wo die von ihnen bevorzugten Arten vorkommen. Die Abholzung der Eukalyptuswälder stellt für sie eine ernsthafte Bedrohung dar.

Nahrung wird knapp

Im Laufe der Zeit bauten die Menschen für sich und die Touristen immer mehr Wohngebiete, Fabriken und Straßen. Auf die Lebensräume der Tiere nahmen sie dabei keine Rücksicht. Seit der Besiedelung durch die Europäer wurden in Australien 80 Prozent aller Eukalyptuswälder zerstört.

Nicht nur die Abholzung der Wälder stellt für die Koalas eine Bedrohung dar. Durch die wachsende Besiedelung sinkt auch der Grundwasserspiegel. Die Eukalyptusbäume trocknen aufgrund des Wassermangels aus und sind als Nahrungsquelle nicht mehr zu gebrauchen.

Koala-Krankenhäuser

Die häufigste Todesursachen von Koalas ist, dass sie von Autos überfahren werden. Denn wenn sie zwischen den Bäumen hin- und herlaufen, dann müssen sie manchmal auch Straßen überqueren. Deshalb gibt es in Australien extra sogenannte Koala-Krankenhäuser. Das sind Krankenhäuser in die angefahrene Koalas gebracht werden und die dann dafür sorgen, dass die Eukalyptusfresser wieder auf die Beine kommen.

Schutz für die Koalas

Außerdem gibt es in Australien inzwischen zahlreiche Koala-Initiativen, die für das Überleben der Tiere kämpfen. Gesetze sollen die Menschen dazu bringen, den Lebensraum der Beuteltiere zu schützen. Die Naturschützer kümmern sich auch um kranke, verletzte oder verwaiste Koalas bis diese wieder alleine in der Wildnis überleben können.

 

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