Patagonien: Riesiger Dinosaurier-Friedhof entdeckt

Seit 2001 ist Patagonien in Argentinien im Blickpunkt der Urzeitforscher. Wissenschaftler haben in der Provinz Chubut einen rund 150 Millionen Jahre alten Dinosaurierfriedhof mit zahlreichen versteinerten Knochen entdeckt. Darunter waren vier neue Dino-Arten. Von einem Dinosaurier ist fast das vollständige Skelett erhalten.

Patagonien gehört zu den wichtigsten Fundorten von Dinosaurier-Fossilien. Quelle: ©Alfredo Cerra, Shutterstock.

 

Argentinien erweist sich mit der neuen Entdeckung immer mehr als einer der bedeutsamsten Fundorte der Dino-Forschung. Bereits 2000 fand man in der argentinischen Provinz Rio Negro die Überreste des längsten bisher bekannten Dinosauriers. Der pflanzenfressende Gigant hatte vermutlich eine Länge von 48 bis 59 Metern und war noch riesiger als der Argentinosaurus, der bislang alle Größenrekorde brach.

Die Funde in Argentinien sind außerdem sehr bedeutend, weil fast alle Dino-Überreste bisher in Nordamerika und Asien gefunden wurden. Bis vor circa 140 Millionen Jahren bildeten diese beiden Kontinente Laurasia, den nördlichen der zwei Riesenkontinente. Aus dem Kontinent im Süden – Gondwana – entstand im Laufe der Millionen von Jahren Afrika und Südamerika.

Da die Entwicklung der Dinosaurier auf beiden Kontinenten getrennt voneinander verlief, geben die Dinosaurier-Funde in Argentinien nun jetzt Auskunft über bis dahin unbekannte, teilweise auch andere Dinosaurier-Arten als die aus dem Norden. Mit der Auswertung der Ergebnisse werden Paläontologen noch jahrelang beschäftigt sein.