Der Baikalsee

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Der Baikalsee

Der Baikalsee ist mit rund 1.600 Metern der tiefste Süßwassersee der Welt und mit 25 Millionen Jahren auch gleichzeitig der älteste. Mehr über diesen einzigartigen See erfährst du hier:

Der Baikalsee liegt in Sibirien, dem asiatischen Teil Russlands. Übersetzt bedeutet sein Name reicher See.


Auf der Olchon-Insel hat man einen guten Blick auf den Baikalsee. 

Der Baikalsee ist rund 650 Kilometer lang und im Schnitt etwa 50 Kilometer breit. Seine Uferlänge beträgt circa 2.000 Kilometer. Zum Vergleich: So viel würde man auch zurücklegen, wenn man die Schweiz einmal komplett umrunden würde.

Eine weitere Besonderheit ist, dass der Baikalsee etwa 20 Prozent des weltweit vorhandenen Süßwassers fasst. In ihm liegen außerdem mehr als 25 Inseln. Die Olchon-Insel ist die größte. Der Baikalsee wird von 336 Flüssen und unzähligen Bächen gespeist. Über den Fluss Angara ist er mit dem Polarmeer verbunden. Die Angara müsste übrigens etwa 400 Jahre lang fließen, bis der Baikalsee geleert wäre.

Einzigartige Pflanzen und Tiere im Baikalsee


Die Olchon-Insel ist die größte Insel im Baikalsee.



Die Burjaten nennen ihren See auch stolz das Heilige Meer. Der Grund dafür ist seine  außergewöhnliche Flora und Fauna, also seine Pflanzen- und Tierwelt. Der Baikalsee beheimatet mehr als 1.500 Tierarten und rund 1.000 Pflanzenarten. Über 75 Prozent davon sind endemisch, das heißt, sie kommen nur dort vor. Bekannt ist zum Beispiel die Baikal-Robbe. Sie ist die einzige Robbe, die im Süßwasser lebt. Außerdem der Speisefisch Omul, der zur Gattung der Lachse gehört. Einzigartig ist auch die Golomjanka, ein fast durchsichtiger Fettfisch.

Der Baikalsee zwischen zwei Erdplatten


Der Baikalsee liegt in Sibirien zwischen der eurasischen und der amurischen Erdplatte.

Der Baikalsee ist Teil einer kontinentalen Riftzone, das ist ein Grabenbruch. Hier bilden sich Risse an der Erdoberfläche, weil zwei Erdplatten auseinander driften. Beim Baikal-Rift sind das die eurasische und die amurische Platte. Das Rift, in dem der Baikalsee liegt, erweitert und vertieft sich jedes Jahr um 2 Zentimeter. Es ist etwa 1.600 Kilometer lang, 6 Kilometer tief und mit Sedimenten, also Ablagerungen, aufgefüllt.

In diesem Gebiet gibt es viele Warmwasserquellen und eine gesteigerte seismische Aktivität. Das heißt, dass die Erdkruste sehr aktiv ist. Erdbeben sind in solch seismischen Gebieten also häufig.

Weil der Baikalsee so besonders und einzigartig ist, hat ihn die UNESCO 1996 zum Weltnaturerbe erklärt.



Mehr über die Wunder und Schätze unserer Erde erfahrt ihr im WAS IST WAS Band 1 Unsere Erde.

Text: Karin Ehrmann, 16.09.2009, Bilder: Bild 1, 3 von Sansculotte/gfdl-cc, Bild 2 von Andrzej Barbasz/gfdl-cc

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