Gab es wirklich Geisterschiffe?

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Gab es wirklich Geisterschiffe?

Verena aus Schorndorf wollte von uns wissen, ob es wirklich Geisterschiffe gab?

Der Mythos um Geisterschiffe ist fast so alt wie die Seefahrt selbst. Jahrhunderte gehörten die uneimlichen Erscheinungen zum festen Bestandteil alter Seefahrer-Geschichten und noch heute berichten Seeleute davon, geisterhaft umhertreibende Schiffe gesehen zu haben. Ob es sich dabei um wahre Begebenheiten oder um Seemannsgarn handelt, können auch wir leider nicht klären. In vielen Fällen werden heute Luftspiegelungen für dieses Phänomen verantwortlich gemacht. Doch in manchen Fällen gibt es keine rationale Erklärung.

Mit den Geisterschiffen ist es so ähnlich wie mit Ufos. Viele Menschen wollen sie gesehen haben, handfeste Beweise kann aber kaum jemand liefern. In vielen Fällen ähneln sich die Beschreibungen. So soll die Besatzung dieser Schiffe aus menschlichen Geistern oder aus Gerippen bestehen, die ihr Unwesen auf See oder manchmal auch an den Ufern treiben. Man vermutete dahinter Seeleute, die durch eine Untat oder einen Fluch zur ewigen Ruhelosigkeit verdammt waren.

Am bekanntesten ist die Legende vom "Fliegenden Holländer", der als Strafe für lästerliches Fluchen seit 1641 im Südatlantik in der Nähe des Kaps der Guten Hoffnung umherirren muss. Sein Geisterschiff galt stets als Unglücksbote. Wer ihm begegnete war dem Tode geweiht. Deshalb fürchteten Seeleute in aller Welt seit jeher das Auftauchen von Geisterschiffen.

Zum Thema "Geisterschiff" gibt es übrigens auch eine ganz moderne Variante. Die 40-Meter-Yacht "Hyperion", die ganz ohne Besatzung fahren kann. Auf einer holländischen Werft entwickelt man gerade ein Navigationssystem, das das Schiff zielgenau auf den gewünschten Kurs hält. Die Daten dazu liefern Tausende von Sensoren über insgesamt 50 Meter Glasfaserkabel. Man plante sogar, die "Hyperion" unbemannt um die Welt segeln zu lassen.

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