Die Erdbeere - ein köstliches Früchtchen

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Die Erdbeere - ein köstliches Früchtchen

Die Erdbeerpflanze gehört zur Gattung der Rosengewächse mit weißen Blüten. Im botanischen Sinne ist die Erdbeere keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen, grünlich-gelblichen Nüsschen, die sich auf der Haut oder in kleinen Vertiefungen der Haut befinden.

Die Geschichte der Erdbeere


 

Walderdbeeren gab es schon in der Jungsteinzeit. Die ersten schriftlichen Zeugnisse von Erdbeeren haben wir von den römischen Dichtern Vergil (19. v. Chr. ) und Ovid (17 n. Chr.), die die Frucht frega oder fregum nannten.

Heute ist der botanische Name der Erdbeere fragaria. Das kommt vom lateinischen fragare, was duften heißt. Zum ersten Mal findet sich dieser Name im Mittelalter. Damals wurden Walderdbeeren bereits auf Feldern angebaut. Das einzige Problem an den wohlschmeckenden Früchten war ihre winzige Größe, die sich auch durch Züchtungsversuche nicht verbessern ließ.

Große Erdbeeren kamen aus Amerika  



Als Amerika entdeckt wurde, fanden französische Siedler dort scharlachrote Erdbeeren, die viel größer waren als die heimischen und brachten sie nach Europa. Einen sensationellen Fund machte der Franzose Amédée Francois Frezier Anfang des 18. Jahrhunderts in Chile: Erdbeeren, die so groß wie kleine Hühnereier wurden. Das Problem daran war allerdings, dass diese Pflanzen in Europa kaum Früchte ansetzten.

Um 1750 tauchte in Amsterdam wiederum eine neue Art auf. Wegen ihres Geschmackes und ihrer Form wurde sie Ananas-Erdbeere (fragaria ananassa) genannt. Sie war eine Mischform aus der chilenischen und der Scharlach Erdbeere. Dies ist die Stammform unserer heutigen Gartenerdbeeren, die es mittlerweile in über 1000 Sorten gibt.

Erdbeeren für die Gesundheit

Erdbeeren sind nicht nur überaus köstlich, sie sind auch sehr gut für die Gesundheit. Sie enthalten jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Deshalb schützen sie vor Krebs und Herzinfarkt, unterstützen die allgemeine Abwehrkraft des Körpers und senken den Blutdruck. Außerdem machen sie eine schöne Haut, verhindern Haarausfall und sind gut für den Darm. Bei so vielen positiven Eigenschaften der Erdbeere gibts eigentlich nur noch eines: sie essen!

Wie komme ich an Erdbeeren?




Erdbeeren kann man im Garten oder auf dem Balkon anpflanzen. Dann hat man immer ganz frische Früchte. Eine andere Möglichkeit, zu frischen Erdbeeren zu kommen, die noch dazu wesentlich billiger sind als im Laden, ist es, sie auf Erdbeerfeldern selbst zu pflücken. Viele Bauern bieten diese Möglichkeit an (Hinweisschilder beachten!). An kleinen Ständen am Feldrand werden die Erdbeeren gewogen, die ihr gepflückt habt. Die Erdbeeren, die ihr während des Pflückens esst, müsst ihr natürlich nicht zahlen.

Nur der Apfel ist beliebter



Die Erdbeere ist nach dem Apfel hierzulande das beliebteste Obst. Jeder Einwohner verzehrt durchschnittlich im Jahr 2,3 Kilo der roten Früchte. Um den leckeren Erdbeergeschmack möglichst lange zu bewahren, empfiehlt es sich leckere Erdbeermarmelade zu kochen. Die könnt ihr dann auch noch im Winter genießen.

Erdbeermarmelade - ganz leicht selbst gekocht

Marmelade könnt ihr ganz leicht selber kochen. Am besten hilft euch dabei aber ein Erwachsener, da die Flüssigkeit sehr heiß wird!


Rezept: 500 Gramm reife Erdbeeren vom Grünzeug befreien und klein schneiden. In einem Topf mit 200 Gramm Gelierzucker (besonders gut und nicht zu süß schmeckt der Frucht-Gelierzucker 3:1) vorsichtig sprudelnd aufkochen und noch den Saft einer ausgepressten Zitrone dazu geben. Ca. 5 Minuten kochen und immer wieder umrühren, damit die Marmelade nicht anbrennt. Fertig ist die Marmelade, wenn sich die Flüssigkeit in eine geleeartige Masse verwandelt hat. Dann sofort in Einmachgläser füllen. Den Deckel fest zuschrauben, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Dadurch hält die Marmelade länger und schimmelt nicht.

Tipp: Marmelade einfrieren 

Leider verliert Erdbeermarmelade durch die Lagerung sehr schnell ihre schöne rote Farbe. Unser Tipp: Alle Gläser, die nicht in den nächsten Wochen verzeht werden, in die Gefriertruhe stellen. Keine Angst, das Glas geht nicht kaputt und ihr könnt nach Bedarf frische, rote Marmelade auftauen.

 LM / Nic - 05.07.01 / Fotos: pd, Creative Common Lizenz, Autor: PatríciaR

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