Die Osterinsel

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Die Osterinsel

Ostereier, Osterferien ... - klar. Aber was hat denn eine Insel mit Ostern zu tun? Ist da das ganze Jahr über Ostern? Oder wohnt da etwa der Osterhase?

Natürlich nicht. Die Erklärung für die Entstehung des Namens ist ganz einfach:

Am Ostersonntag, dem 6. April 1722, entdeckte eine holländische Expedition unter der Leitung von Jacob Roggeveen die kleine Insel im Stillen Ozean zwischen Südamerika und Australien. Roggeveen gab ihr anlässlich des Festtages den Namen "Paaschen", was auf deutsch "Osterinsel" heißt.

Die Osterinsel gehört zu den Polynesischen Inseln im zentralen Pazifik, auf denen traditionell Polynesier leben oder lebten.

Abbildung: Die Osterinsel liegt im Stillen Ozean zwischen Australien und Südamerika.

Schon früher litt die einheimische Bevölkerung der Osterinsel unter Überbevölkerung und daraus entstehenden Hungersnöten. Seit ihrer Entdeckung durch die westliche Zivilisation kamen dazu ganz andere Sorgen: 1862 wurden über 1.000 Bewohner der Insel geraubt und als Sklaven nach Peru verkauft. 1888 wurde die Insel von Chile annektiert (=gewaltsam angeeignet).

Die Osterinsel, die auf polynesisch "Rapa Nui" heißt, ist vulkanischen Ursprungs. Noch heute zeugen die vielen Vulkankrater und unterirdischen Höhlen davon.

Man vermutet, dass zwischen 300 und 500 n.Chr. Polynesier die Insel entdeckten. Heute leben auf der Insel um die 3.000 Einwohner. Die meisten leben in der einzigen Stadt Hanga Roa. Seit 1972 gibt es sogar einen Flughafen, der die Insel mit dem Rest der Welt verbindet.

Bekannt ist die Osterinsel vor allem wegen ihrer riesigen Steinskulpturen, den sogenannten "Moais". Die teils über zehn Meter hohen Figuren bestehen aus Oberkörper, Armen, einem Kopf mit langer Nase und langen Ohren und einem Kopfschmuck.

Foto: Diese riesigen Steinskulpturen sind die berühmteste Sehenswürdigkeit auf der Osterinsel.  



Sie wurden mit einfachsten Werkzeugen aus Vulkanfelsen geschlagen. Warum die Inselbewohner ihre ganze Kraft in das Erbauen dieser rätselhaften Figuren steckten und warum sie plötzlich damit aufhörten ist noch nicht vollständig geklärt.

Ein weiterer Beleg für die einst hochentwickelte Kultur ist das hieroglyphenähnliche Schriftsystem "rongorongo", das man auf Holztafeln entdeckte. Es wird bis ins vierte Jahrhundert zurückdatiert. Die Osterinsel war die einzige Insel Polynesiens, auf der man eine Schrift kannte. Da die Tafeln nicht besonders alt zu sein scheinen, weiß man jedoch nicht, ob sie vor oder nach der Entdeckung durch die Europäer entstanden.

Heute ist die Insel eine Art Freilichtmuseum einer faszinierenden, zum größten Teil für uns immer noch rätselhaften Kultur. Der Rapa-Nui-Nationalpark wude von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

16.4.03/sw - akt. Nic 18.3.2013, Fotos: GFDL.

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