Wie alt ist die älteste gefundene Mumie?

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Wie alt ist die älteste gefundene Mumie?

Es gibt Mumien in verschiedenen Kontinenten und von ganz unterschiedlicher Art. Es gibt die einbalsamierten, präparierten Mumien, aber auch die natürlichen Mumien. Welche bisher entdeckte ist eigentlich die älteste? Das möchte Carina aus Weidhausen gerne wissen.

Die älteste Mumie, die auf natürliche Art und Weise dauerhaft konserviert worden ist, ist wohl als "Ötzi" bekannt. 1991 fand ein Ehepaar die Mumie bei einer Wanderung in den Ötztaler Alpen. Die Knochen, die Haut und die Organe des Steinzeitmenschen hatten sich aufgrund der besonderen klimatischen Bedingungen in den Bergen ziemlich gut erhalten. Nach seinem Tod schneite es rund 17 Meter hoch. Dieser Schnee legte sich wie eine Schutzfolie über den Körper, dann wurde der Körper im Gletschereis eingefroren. So wurde er konserviert. Ötzi hatte den Forschungen zu Folge in der Steinzeit zwischen 3300 bis 3200 vor Christus gelebt. Seine Mumie ist also gut 5000 Jahre alt.

Die Ägyptologin Joann Fletscher machte in der Atacama-Wüste im Norden Chiles und im Süden Perus einen unglaublichen Fund: Sie entdeckte viele Hundert besonders gut erhaltene Mumien, darunter auch viele Kinder. Die älteste der entdeckten Mumien, die, anders als Ötzi, von einem Menschen einbalsamiert wurde, war ungefähr 7050 Jahre alt, also 5050 vor unserer Zeitrechnung. Auch diese Mumie ist ein Kind. Die Forscherin geht davon aus, dass die Mumien von trauernden Müttern des Andenvolkes Chinchorro stammen. Durch die Konservierung sollten die Kinder eine zweite Lebenschance erhalten. So wurden in den Anden schon zweitausend Jahre vor den ägyptischen Pharaonen und Priestern, die bisher entdeckt wurden, ganz normale Menschen mumifiziert.

Außerdem wurden auch über 10.000 Jahre alte erhaltene Körper gefunden. Diese wurden jedoch vom trockenen und heißen Wüstenklima konserviert, berichtet Discovering Archaeology.

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